In Deutschland stehen derzeit mehr als 2.600 Hausarztpraxen leer. Vor allem in ländlichen Gebieten fehle zunehmend ärztliches Personal, berichtete die Rheinische Post unter Berufung auf eine Umfrage unter den Kassenärztlichen Vereinigungen. Demnach sei es immer schwieriger, für auf dem Land frei werdende Praxen junge Mediziner zu finden.

Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zufolge bedarf es möglicherweise einer besseren Bezahlung von Landärzten – über die bereits bestehenden Fördermaßnahmen hinaus. Es müsse geprüft werden, ob sich die Vergütung von Landärzten in unterversorgten Gebieten weiter ausbauen lasse, teilte er der Zeitung mit.

Laut der Umfrage ist mittlerweile ein Drittel der Hausärzte mindestens 60 Jahre alt – ihre Stellen müssen nachbesetzt werden. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung schätzt, dass im Jahr 2030 mehr als 10.500 Hausärzte fehlen könnten.