Union und SPD haben sich darauf geeinigt, den Beitragssatz für die gesetzliche Rente bis 2025 nicht über 20 Prozent steigen zu lassen. Für die Zeit nach 2025 soll eine Rentenkommission mit Vertretern der Tarifpartner und der Wissenschaft eingerichtet werden, berichten die Nachrichtenagenturen dpa und Reuters unter Berufung auf Verhandlungskreise. Die sinkende Arbeitslosenzahl und die Zunahme von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten ermögliche die Festschreibung, hieß es demnach zur Begründung.

Aktuell liegt der Beitragssatz bei 18,6 Prozent und dürfte nach offiziellen Prognosen bis zum Jahr 2023 auf 18,7 und bis 2025 auf 20,1 Prozent steigen. Im Jahr 2031 würden ohne Fixierung voraussichtlich 21,9 Prozent fällig. In den Sondierungen hatten sich die potenziellen Koalitionäre darauf geeinigt, dass bis 2025 zudem das heutige Niveau der gesetzlichen Rente von 48 Prozent eines Durchschnittslohns festgeschrieben werden soll.

Die Festschreibung des Beitragssatzes könnte Auswirkungen auf andere Wünsche von CDU, CSU und SPD für den Rentenbereich haben, etwa für die von der CSU gewünschte Verbesserung der Mütterrente. Die Rentenversicherung beziffert die jährlichen Kosten dafür auf bis zu vier Milliarden Euro. Die sollen nach Angaben von Verhandlungsteilnehmern zum Teil aus Steuermitteln, zum Teil aus der Rentenkasse selbst aufgebracht werden.

Die Koalitionspartner einigten sich den Informationen zufolge außerdem darauf, dass Bezieher der geplanten Grundrente für langjährige Geringverdiener bei Renteneintritt in ihren bisherigen Wohnungen bleiben dürfen und nicht nach Bedürftigkeitsprüfung zum Umzug in eine kleinere verpflichtet werden.