Die Bundesregierung will einem Medienbericht zufolge eine umfangreiche Modernisierung türkischer Leopard-Panzer durch deutsche Firmen genehmigen. Damit will sie die Beziehungen zur Türkei verbessern, berichtete der Spiegel

Vor zwei Wochen hatte sich der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) mit seinem türkischen Kollegen Mevlüt Çavuşoğlu in Goslar getroffen, um den Konflikt zwischen beiden Ländern zu entschärfen. Daraufhin habe Gabriel sein Ministerium angewiesen, sich mit der Genehmigung des türkischen Panzer-Deals zu beschäftigen, berichtete der Spiegel. Die nächste Staatssekretärsrunde über Rüstungsexporte solle wohlwollend prüfen.

Die Türkei hatte schon im März 2017 um eine Genehmigung für eine "Kampfwertsteigerung" der Leopard-Panzer gebeten. Wegen der Krise in den diplomatischen Beziehungen beider Länder wurde diese aber nicht erteilt.

Die Regierung Ankara möchte seine Leopard-Panzer durch den deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall mit dickeren Bodenplatten zum Schutz gegen Sprengfallen und Minen ausstatten lassen. Zudem soll ein Sensorsystem zur Verteidigung gegen Panzerabwehrgeschosse installiert werden. Deutschland hatte in den letzten Monaten alle Anfragen für Rüstungsexporte an den Nato-Partner Türkei unter Vorbehalt gestellt. Es sollte von Fall zu Fall entschieden werden. Einen generellen Stopp von Rüstungsexporten gab es nicht.