Wären die CO2-Abgaswerte korrekt angegeben worden, dann hätte Deutschland allein im Jahr 2016 1,2 Milliarden Euro mehr KfZ-Steuer einnehmen müssen, berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf eine Studie der europäischen Grünen. Auch in anderen EU-Ländern seien die Steuerausfälle enorm. In den elf Mitgliedsstaaten, in denen mehr als 60 Prozent aller Autos in der Europäischen Union zugelassen sind, betrage der Schaden im Jahr 2016 mehr als elf Milliarden Euro, zwischen 2010 und 2016 insgesamt 40 bis 50 Milliarden Euro.

Im September 2015 war bekannt geworden, dass Volkswagen die Abgaswerte seiner Fahrzeuge in Labortests systematisch manipulierte. Enthüllungen über andere Autohersteller folgten. Die Emissionen im Straßenverkehr liegen deutlich höher als von den Herstellern angegeben. Während des sogenannten Dieselgipfels im September 2017 ………………… Im Januar wurde bekannt, dass einige Autohersteller, darunter BMW, bei Abgastests auch Affen ……………… 

Von September 2018 an gelten in der EU neue Abgastests (Light Vehicles Test Procedure, kurz WLTP). Die Emissionswerte der Fahrzeuge werden dann nicht mehr nur im Labor, sondern auch im realen Straßenverkehr getestet. Damit dürften sich auch das Aufkommen der KfZ-Steuer erhöhen, schreiben die Autoren der Studie, die der Nichtregierungsorganisation Green Budget Europe und deren deutschen Ableger angehören. Für bereits zugelassene Autos gelte allerdings nach wie vor die aktuelle Regelung und damit auch eine zu niedrige KfZ-Steuer.