Der aus Thüringen stammende Jurist und CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Hirte wird Ostbeauftragter der Bundesregierung. Das berichteten mehrere Medien, unter ihnen der MDR und die Deutsche Presse-Agentur. Hirte werde künftig als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium arbeiten.

Der 41-Jährige löst mit der Regierungsbildung am Mittwoch die SPD-Politikerin Iris Gleicke ab. Die ebenfalls aus Thüringen stammende Gleicke war 2014 zur Beauftragten für die neuen Bundesländer berufen worden. Zur Bundestagswahl im vergangenen Jahr trat sie nicht erneut an. Der Rechtsanwalt Hirte sitzt seit 2008 im Bundestag und ist Vizechef der Unionsfraktion.

In den vergangenen Monaten hatte es Diskussionen gegeben, wie der Osten Deutschlands in einer künftigen Bundesregierung vertreten sein wird. Gerade für die CDU könnte der Ostbeauftragte eine wichtige Funktion einnehmen, schließlich stammt keiner ihrer künftigen Minister aus Ostdeutschland. Einzige Bundesministerin aus dem Osten wird die aus Frankfurt an der Oder stammende bisherige Bürgermeisterin von Berlin-Neukölln, Franziska Giffey von der SPD. Sie wird das Familienressort leiten. Merkel ist die einzige Ostdeutsche aus der Union im Kabinett.

Es existieren jedoch unterschiedliche Auffassungen darüber, welche Aufgaben ein Ostbeauftragter hat. In der offiziellen Beschreibung heißt es nur, der Amtsträger solle "bei allen Entscheidungen und Maßnahmen der Bundesregierung dafür sorgen, dass die spezifischen Interessen der Ostdeutschen angemessen berücksichtigt werden". Damit kommt dem Amt kein eigener Machtbereich, sondern stärker eine repräsentative Funktion zu.