Das Bundesverteidigungsministerium plant Berichten zufolge, noch in diesem Jahr eine Reihe von Großaufträgen an die Rüstungsindustrie zu vergeben. Haushalts- und Verteidigungsausschuss sollen 18 Vertragsabschlüssen im Wert von jeweils mehr als 25 Millionen Euro zustimmen, wie das Handelsblatt unter Berufung auf die Liste berichtet. In Summe wären das knapp eine halbe Milliarde Euro. Zu den Aufträgen zähle die Beschaffung israelischer Heron-TP-Drohnen, auf die sich Union und SPD bereits im Koalitionsvertrag verständigt hatten. 

Laut Bild sind unter den Bestellungen nicht nur Waffen, sondern neben Gefechtsständen und Raketenwerfern auch Rüstungsgüter wie Rettungshubschrauber, Fernmeldetechnik, ein Radarsystem, 32 Sattelzugmaschinen und Transportflugzeuge.

Der Leasingvertrag für die Drohnen werde für neun Jahre 1,024 Milliarden Euro kosten, hieß es. Verlängert werden sollen auch die Betreiberverträge für die Heron-1-Aufklärungsdrohnen, die in Afghanistan und Mali im Einsatz sind, bis Ende Februar 2020.

Die Beamten nennen dem Bericht zufolge ihre Liste allerdings "vorläufig": "Es wird ganz wesentlich davon abhängen, wann und mit welcher Finanzausstattung das Haushaltsgesetz 2018 verkündet wird", schreiben sie dem Blatt zufolge.