Bundesfinanzminister Olaf Scholz rechnet bis zum Jahr 2022 mit Kosten für die Flüchtlingspolitik in Höhe von rund 70 Milliarden Euro für den Bund. Das berichtet der Spiegel. Das Magazin beruft sich dabei auf eine Unterlage des Bundesfinanzministeriums zur mittelfristigen Finanzplanung.

Noch nicht eingerechnet sind demnach acht Milliarden Euro, die laut dem Koalitionsvertrag bis 2021 vom Bund an Länder und Kommunen als Entlastung für deren Kosten überwiesen werden sollen. Ihre Aufteilung stehe aber noch nicht fest, hieß es.

Größter Posten der Aufstellung ist demnach die Bekämpfung von Fluchtursachen, die mit 31 Milliarden Euro zu Buche schlägt. Für Sozialtransfers an Flüchtlinge stünden knapp 21 Milliarden Euro bereit. Für Integrationsleistungen, zum Beispiel Sprachkurse, stelle Scholz 13 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Aufnahme, Registrierung und Unterbringung von Flüchtlingen koste 5,2 Milliarden Euro.