Die Bundesregierung will das Sonderprogramm für Flüchtlinge im Bundesfreiwilligendienst nach 2018 nicht verlängern. Ende des Jahres läuft die Frist des Programms aus, für das bislang jährliche rund 40 Millionen Euro zur Verfügung standen. Im Haushalt 2019 ist es nicht mehr vorgesehen, berichtet die Rheinische Post unter Berufung auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag.

19 zivile Organisationen bitten in einem Brief an das Familienministerium darum, die Sonderförderung in die vorhandenen Programme – also den Bundesfreiwilligendienst, das Freiwillige Soziale Jahr und das Freiwillige Ökologische Jahr – zu übertragen. So könnten 5.000 Freiwilligenplätze erhalten bleiben. Die Grünen-Politikerin Anna Christmann sagte, sollte die Bundesregierung die Mittel aus dem Sonderprogramm tatsächlich ersatzlos streichen, würde das einen Rückschritt in der Integrationspolitik bedeuten. 

Das Sonderprogramm bietet Deutschen sowie Asylberechtigten und Asylbewerbern mit guter Bleibeperspektive die Möglichkeit, einen Bundesfreiwilligendienst zu leisten. Nach Regierungsangaben haben sich von Dezember 2015 bis Mai dieses Jahres insgesamt 11.040 Menschen innerhalb des Sonderprogramms engagiert. Mit Abstand am stärksten wurde das Angebot in Nordrhein-Westfalen angenommen, wo 2.008 Plätze besetzt wurden. Gefolgt von Baden-Württemberg mit 1.206 Bundesfreiwilligenstellen und Berlin mit 1.158. Die meisten ausländischen Bufdis kamen aus Syrien, aber auch aus Afghanistan und dem Irak.