Fünf Monate vor der Landtagswahl in Bayern grenzt sich die CSU in einem internen Papier von der AfD ab. "Wir sind entschlossen, die AfD als zutiefst unbayerisch zu bekämpfen", heißt es in dem Strategiepapier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über das auch der Spiegel berichtete.

"Brauner Schmutz hat in Bayern nichts verloren", heißt es weiter in dem dreiseitigen Papier von CSU-Generalsekretär Markus Blume. Die Partei wolle einen "harten Kampfkurs" gegen die AfD fahren. Diese sei ein "Feind von allem, für das Bayern steht". Und weiter: "Sie versucht, Radikalismus einen bürgerlichen Anstrich zu geben – und ist doch nichts anderes als eine Alternative zur NPD."

Das Zehn-Punkte-Papier biete die Grundlage für die Klausurtagung des CSU-Parteivorstands an diesem Samstag. Die CSU bekräftigt darin auch ihren Alleinvertretungsanspruch für das bürgerliche Lager. Dieses hinter einer politischen Kraft zu vereinigen, gehöre zum "Bayern-Gen". Nur in Bayern gebe es "so viele Menschen, die Leistungsfreude, Wertebindung, Sicherheit und Ordnung und eine christliche kulturelle Prägung des Landes wünschten".

Auch an den anderen Parteien übt die CSU Kritik. "Die Grünen träumen unverdrossen von Multi-Kulti, Wertegleichgültigkeit und Ökofundamentalismus. Die Freien Wähler wiederum betreiben Freibierpopulismus", heißt es in dem Papier. Bei der SPD sei "die eigene Orientierungslosigkeit Programm, bei der FDP Verantwortungslosigkeit". Diese Parteien seien jedoch politische "Wettbewerber", während die AfD ein "Gegner" sei.

Die CSU kündigte in dem Papier an, bei der Wahl am 14. Oktober mit dem neuen Ministerpräsidenten Markus Söder als Spitzenkandidaten ihre absolute Mehrheit verteidigen zu wollen. In aktuellen Umfragen liegt die Partei bei 41 bis 44 Prozent. Die AfD erreicht in Bayern derzeit zwischen 11 und 13 Prozent. Durch einen Einzug der AfD in den Landtag könnten dort künftig sechs Parteien vertreten sein.