Die Zusage der EU an US-Präsident Donald Trump zur Beilegung des Handelsstreits mehr Soja und Flüssiggas aus den USA einzuführen, wird von den Grünen kritisiert. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker habe bei seinem Besuch in Washington zwar erreicht, dass der Handelskonflikt mit den USA nicht weiter eskaliere, sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Allerdings ist der Preis, den wir zahlen müssen, deutlich zu hoch."

"Wenn mehr Gensoja und Fracking-Gas nach Europa importiert werden soll, geht das auf Kosten von Umwelt und Klima", sagte Hofreiter. Das sei eine Vereinbarung zulasten der Menschen in Europa.

 Trump und Juncker hatten nach monatelangem Streit in dieser Woche in Washington Sondierungen für Verhandlungen zur Lösung des transatlantischen Handelskonflikts vereinbart. Von Trump angedrohte Strafzölle auf europäische Autos sind damit vorerst kein Thema mehr. Im Gegenzug hatte Juncker höhere Importe von Flüssiggas und Sojabohnen aus den USA zugesagt.

Beide Seiten wollen nun über die Abschaffung aller Zölle und Handelsbarrieren sowie der Subventionen für industriell gefertigte Waren verhandeln. In Deutschland erntete die Vereinbarung viel Lob.