Das von den Grünen beantragte Volksbegehren Betonflut eindämmen – damit Bayern Heimat bleibt ist unzulässig. Wie der Bayerische Verfassungsgerichtshof entschied, sind die gesetzlichen Voraussetzungen dafür nicht gegeben. Gerichtspräsident Peter Küspert sagte bei der Urteilsverkündung in München, durch die Ziele des Volksbegehrens werde die kommunale Planungshoheit unzulässig eingeschränkt.

Die Initiatoren des Volksbegehrens wollten den Flächenverbrauch in Bayern mit einer gesetzlichen Höchstgrenze auf fünf Hektar pro Tag reduzieren. Derzeit ist der Flächenverbrauch im Freistaat doppelt so hoch. Die Landesregierung behauptet zwar, dass der Flächenverbrauch weniger stark steige. Ursache dafür kann aber die veränderte Berechnungsmethode sein, wie der Bayerische Rundfunk berichtete. Die Grünen werfen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) deshalb einen "billigen Taschenspielertrick" vor. 

Das Landesinnenministerium hatte den Antrag für das Volksbegehren vor mehreren Wochen bereits wegen verfassungsrechtlicher Bedenken abgelehnt. Der zugrunde liegende Gesetzentwurf schränke die kommunale Planungshoheit ein, "ohne für Ausmaß und Tragweite dieser Einschränkung wesentliche Entscheidungen zu treffen", begründete das Ministerium damals seine Entscheidung.

Für das Volksbegehren hatten dessen Unterstützer, darunter Grüne, ÖDP, die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft, der Landesbund für Vogelschutz und der Bund Naturschutz in Bayern, mehr als 48.000 Unterschriften gesammelt – deutlich mehr als die notwendigen 25.000. Im März reichten sie die beim bayerischen Innenministerium ein.