Mehr als eine Million Kinder ist in Deutschland beim Erwerb von Schulbedarf auf staatliche Unterstützung angewiesen. Das berichtet die Passauer Neue Presse unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung zu einer kleinen Anfrage der Linkspartei. Im Februar 2018 erhielten demnach 1.006.163 Schülerinnen und Schüler die Leistung nach dem Bildungs- und Teilhabepaket. Das waren gut 5.000 Kinder mehr als ein Jahr zuvor.

Die Leistung beträgt für Kinder aus Hartz-IV-Haushalten pauschal 100 Euro jährlich. Davon werden 70 Euro zu Beginn des neuen Schuljahres ausgezahlt, weitere 30 Euro dann zum Start des zweiten Halbjahrs, also jeweils im Februar.

Bei der Zahl der Leistungsempfänger steht Nordrhein-Westfalen demnach mit 300.000 Schulkindern an der Spitze. In Niedersachsen waren es 117.000, in Berlin 98.000, in Baden-Württemberg 89.000 und in Bayern 80.000 Schülerinnen und Schüler.

Die Linke-Politikerin Sabine Zimmermann, Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, forderte, den seit 2011 anerkannten und festgeschriebenen Pauschalbetrag anzuheben. "Insgesamt 100 Euro für den Schulbedarf pro Jahr reichen nicht aus, um die anfallenden Kosten zu decken", sagte Zimmermann.