Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) holt die ehemalige Präsidentin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Jutta Cordt, ins Innenministerium. Cordt solle dort für Digitalisierungsthemen zuständig sein, sagte ein Ministeriumssprecher laut Bild-Zeitung. "Es ist beabsichtigt, dass Frau Cordt in das BMI wechselt und im Rang einer Ministerialdirigentin Aufgaben im Bereich der Digitalisierung wahrnimmt."

Cordt fällt damit von der B9-Besoldung um drei Stufen auf die B6-Besoldung für Unterabteilungsleiter in Ministerien. Anders als Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen, der nach seinem Wechsel als Sonderberater im Ministerium seine Bezüge in Höhe von 11.577,13 Euro behält, bekommt Cordt dem Bericht zufolge durch die neue Stelle 1.700 Euro weniger.

Innenminister Seehofer hatte Cordt im Juni nach Skandalen in der überlasteten Behörde entlassen. Dabei spielte auch die Affäre um die Außenstelle in Bremen eine Rolle, von der es zunächst in Berichten hieß, dass dort in sehr vielen Fällen zu Unrecht Asyl gewährt worden sein soll. Später stellte sich heraus, dass die Zahlen bei Weitem nicht so hoch sind, wie anfangs berichtet wurde. Zum neuen Chef der obersten Flüchtlingsbehörde machte Seehofer den Asylexperten aus dem bayerischen Innenministerium, Hans-Eckhard Sommer.