Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat das Rentenpaket der Regierung als "teuer, ungerecht und kurzsichtig" beurteilt. Es werde hohe Zusatzbelastungen nach sich ziehen und die Finanzierbarkeit der Rente erschweren, heißt es in einer Stellungnahme, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegt.

"Allein bis 2030 würden die im Gesetzentwurf vorgesehenen Maßnahmen zu Mehrausgaben von über 75 Milliarden Euro für die gesetzliche Rentenversicherung führen", schreiben die Arbeitgeberverbände. Die Zusage, bis 2025 das Rentenniveau bei 48 Prozent zu halten, könne zweistellige Milliardenbeträge kosten, wenn sich die Konjunktur verschlechtere, kritisiert die BDA. Auch die Mütterrente sei teuer.

Das Rentenpaket von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sieht neben der Festschreibung des Rentenniveaus auch eine Deckelung des Beitragssatzes bei 20 Prozent bis 2025 vor. Außerdem soll es Verbesserungen bei der Mütterrente und der Erwerbsminderungsrente sowie für Geringverdiener geben. Der Bundestag hatte Mitte Oktober mit der Debatte über die Rentenpläne begonnen.

Die Kritik äußerten die Arbeitgeber kurz vor den Debatten zum Thema im Bundestag. Am Montag befasst sich zunächst der Bundestagsausschuss Arbeit und Soziales in einer öffentlichen Sitzung mit dem Paket. Am Donnerstag beschäftigt sich dann der Bundestag in zweiter und dritter Beratung mit dem Gesetz.