Die Wirtschaftspolitiker der Union würden Friedrich Merz gern künftig als CDU-Vorsitzenden sehen. "Mit großer Mehrheit" unterstütze der Bundesvorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) den Kandidaten, teilte der Parteiflügel mit. Zuvor hatten sich die drei bislang nominierten Kandidaten für den CDU-Bundesvorsitz vor 70 MIT-Mitgliedern im Bundesvorstand in Berlin vorgestellt, neben Merz auch Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn.

Im Zentrum der Diskussion und den je zehnminütigen Vorstellungen der Kandidaten hätten vor allem wirtschaftspolitische Themen, aber auch Fragen rund um die Einwanderungs- und Integrationspolitik gestanden. Warum der Bundesvorstand sich für Merz ausgesprochen habe, wurde nicht näher erläutert. Dennoch betitelt die Vereinigung ihre Mitteilung mit den Worten: "Wirtschaftspolitik muss in der CDU eine größere Rolle spielen."

Die MIT, die nach eigenen Angaben etwa 25.000 Mitglieder hat, zeigte sich zufrieden, dass alle drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz wichtige Forderungen der Vereinigungen wie zum Beispiel Steuerreformen unterstützten. Bisher hat sich von den CDU-Vereinigungen neben der MIT nur die Frauen-Union klar hinter einen Kandidaten gestellt: Sie unterstützt allerdings Kramp-Karrenbauer.

Die CDU will auf dem Hamburger Bundesparteitag Anfang Dezember einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für die nach 18 Jahren abtretende CDU-Vorsitzende Angela Merkel wählen.