Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer will an seinem ursprünglichen Plan festhalten und sich erst zu seiner politischen Zukunft äußern, wenn das bayerische Landeskabinett vereidigt ist. Das wird am kommenden Montag der Fall sein. Seehofers Sprecher in München sagte: "Es bleibt bei dem von Horst Seehofer selbst angekündigten Fahrplan."

Der Sprecher reagierte damit auf einen Bericht der ZEIT, wonach Seehofer bereits am Sonntag erklären wolle, dass er sein Amt als Parteivorsitzender zur Verfügung stellt. Mehrere Vertraute hatten dies übereinstimmend berichtet. Seehofer wolle weiter Bundesinnenminister in Berlin bleiben, heißt es weiter.

"Es gibt keinerlei Festlegungen", sagte Seehofers Sprecher weiter. Gegenüber der Welt dementierte auch der CSU-Politiker selbst den Bericht. "Das ist eine fette Ente", sagte Seehofer der Zeitung.

Am vergangenen Sonntag hatte Seehofer erklärt, dass er erst die Bildung der neuen bayerischen Staatsregierung abwarten wolle, bevor er sich zu seinen eigenen Zukunftsplänen äußern werde. In der CSU steht Seehofer spätestens seit dem schlechten Abschneiden der Partei bei der Landtagswahl in Bayern Mitte Oktober unter Druck.