Kurz vor den US-Kongresswahlen am 6. November, den sogenannten Midterms, liest man über die USA vor allem eine Erzählung: Die Nation ist gespalten, die Gräben zwischen Demokraten und Republikanern sind unüberwindbar. Eine Studie der gemeinnützigen Organisation More in Common widerspricht der scheinbaren Polarisierung: Die Gesellschaft sei viel nuancierter. US-Korrespondent Thorsten Schröder erklärt, warum es ein Problem ist, diese diffuse, erschöpfte Mitte Amerikas zu vergessen.

Spätestens seitdem die AfD auch in den letzten Landtag eingezogen ist, sitzt sie auch am Esstisch vieler deutscher Familien. Was aber tun, wenn die eigenen Eltern AfD wählen? Den Kontakt abbrechen ist eine Option, findet Hannes Leitlein, stellvertretender Redaktionsleiter von Christ & Welt, auf Twitter – und erntet damit einen Shitstorm. Im Podcast sprechen wir mit ihm darüber, wie der Umgang mit Verwandten aussehen kann, die sich aus dem demokratischen Diskurs verabschiedet haben.

Und sonst so? Die Rechtspopulisten von Pro Chemnitz wollen wieder demonstrieren. Vor einem Monat hatten wir über die Angst von Menschen mit Migrationshintergrund berichtet, die in Chemnitz leben. Einer der Betroffenen, Saadat Ahmed, sagt heute: Es gab ein Wachrütteln, aber eine Verbesserung auf persönlicher Ebene sieht er nicht.

Mitarbeit: Jona Spreter

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