Die Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, den Vorsitz ihrer Partei abzugeben, hat der Beliebtheit der CDU und ihrer Schwesterpartei keinen Aufschwung gebracht. Union und auch die SPD verlieren laut einer Umfrage weiter an Zustimmung. Im aktuellen Insa-Meinungstrend, der im Auftrag der Bild durchgeführt wurde, kommen CDU/CSU auf 24,5 Prozent und die SPD auf 13,5 Prozent. Das ist jeweils ein halber Prozentpunkt weniger als bei der Umfrage in der Vorwoche.

Auch die Grünen verlieren etwas an Rückhalt in der Bevölkerung. Sie fallen um einen Prozentpunkt und erreichen 19 Prozent. Die AfD liegt unverändert bei 16,5 Prozent, die Linke hält sich bei 11 Prozent, die FDP kann einen halben Punkt auf 10 Prozent zulegen. Sonstige Parteien kommen zusammen auf 5,5 Prozent (+ 1,5).

Union und SPD kommen damit zusammen nur noch auf 38 Prozent. Bei Neuwahlen müssten sie sich also einen weiteren Partner zum Regieren suchen. Mit 48 Prozent gäbe es eine knappe parlamentarische Mehrheit für ein Bündnis aus CDU/CSU, SPD und FDP. Eine Jamaikakoalition aus Union, Grünen und FDP käme auf 53,5 Prozent. Möglich wäre aber auch – wie in Sachsen-Anhalt – eine Keniakoalition aus CDU/CSU, Grünen und SPD, die 57 Prozent erreichen würde.