Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Neujahrsansprache für mehr Verbundenheit und Solidarität 2019 geworben und die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit betont. "Die Herausforderungen unserer Zeit werden wir nur meistern, wenn wir zusammenhalten und mit anderen über Grenzen hinweg zusammenarbeiten", hieß es in dem vorab veröffentlichten Redetext. Werte wie Offenheit, Toleranz und Respekt hätten das Land stark gemacht.

Die Lebensgrundlagen der Menschen seien verletzlich – "und zwar im umfassenden Sinne", so die Kanzlerin. Sie nannte neben dem Klimawandel auch die "Steuerung und Ordnung der Migration" sowie den Kampf gegen den internationalen Terrorismus als drängendste Aufgaben. "In unserem eigenen Interesse wollen wir alle diese Fragen lösen, und das können wir am besten, wenn wir die Interessen anderer mitbedenken", sagte Angela Merkel und verwies auf "die Lehre aus zwei Weltkriegen des vergangenen Jahrhunderts".

In den kommenden zwei Jahren werde sich Deutschland als nichtständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats für globale Lösungen einsetzen. "Wir steigern unsere Mittel für humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe, aber auch unsere Verteidigungsausgaben weiter", sagte die Kanzlerin. Neben dem Klimawandel nannte sie auch die "Steuerung und Ordnung der Migration" sowie den Kampf gegen den internationalen Terrorismus als drängendste Aufgaben. 

"Die Demokratie lebt vom Wechsel"

Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung sagte Merkel: "Um Arbeitsplätze, Wohlstand und unsere Lebensgrundlagen zu sichern, geht die Bundesregierung konsequent die nächsten Schritte beim Strukturwandel von traditionellen zu neuen Technologien und setzt ihre Strategie für den digitalen Fortschritt um."

Zudem wolle sie sich dafür einsetzen, die Europäische Union robuster und entscheidungsfähiger zu machen. Mit Großbritannien wollen man trotz des Austritt aus der EU weiter eine enge Partnerschaft bewahren.

Angela Merkel verteidigte in ihrer Ansprache auch ihre Entscheidung, nach der laufenden Legislaturperiode keine politischen Ämter mehr auszuüben. "Die Demokratie lebt vom Wechsel und wir alle stehen in der Zeit", sagte sie. Staatsdiener müssten sich "immer wieder prüfen", was sie persönlich für den Zusammenhalt des Landes tun könnten. Das habe sie getan.