In den vergangenen Jahren wurde er in Deutschland vermisst, gefordert, totgesagt: der Konservatismus. Eine häufige These: Ein starker Konservatismus könne den weiteren Aufstieg der AfD verhindern.

Thomas de Maizières Thesen zu einer deutschen Leitkultur, die Gründung eines Heimatministeriums oder Alexander Dobrindts Forderung nach einer "konservativen Revolution": All das waren Versuche führender Unionspolitiker, den Konservatismus einer Partei zu stärken, die in den vergangenen Jahren mit der Durchsetzung des Atomausstiegs, der Ehe für alle und des Mindestlohns von ihrer früheren Linie abgewichen ist und sich in die gesellschaftliche Mitte bewegt hat. Auch die Migrationspolitik der Regierung von Angela Merkel seit 2015 galt vielen als Ausdruck eines geschwächten, wenn nicht gar abgeschafften Konservatismus. Angela Merkel mit ihrem oft als pastoral und ausweichend beschriebenen Stil wurde das angelastet.

Nach den diesjährigen Landtagswahlen in Bayern und Hessen steht im kommenden Jahr die Wahl in Sachsen an. Die Angst der Union vor einer Niederlage, vor einem weiteren Erstarken der AfD ist groß. Mit der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer ergibt sich nun auch die Chance für eine Neubestimmung.

Kann ein starker Konservatismus den Aufstieg der AfD verhindern?

Wie sieht für Sie ein Konservatismus von morgen aus? An welchen Werten sollte er sich orientieren? Kann ein starker Konservatismus überhaupt einen weiteren Aufstieg der AfD verhindern? Auf welche Weise könnte ihm das gelingen? Was erwarten Sie von einer CDU, die nach dem Ende von Merkels Kanzlerschaft höchstwahrscheinlich mit Annegret Kramp-Karrenbauer als Spitzenkandidatin in die nächste Bundestagswahl gehen wird? Und aus welcher politischen Perspektive blicken Sie auf den Konservatismus – wählen Sie selbst CDU oder fühlen Sie sich einer anderen Partei zugehörig?

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