Seit dem Übergriff auf den Bremer AfD-Politiker Frank Magnitz und der Bitte der Staatsanwalt um Hinweise zu der Tat haben sich mehr als 200 Menschen bei den Ermittlern gemeldet, sagte der Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft, Frank Passade.

Eine konkrete Spur gibt es noch nicht: "Bisher haben die Hinweise nicht zur Identifizierung der Tatverdächtigen geführt", sagte Passade. Magnitz war am 7. Januar von Unbekannten angegriffen und schwer verletzt worden.

Alle Hinweise würden laut Passade nun geprüft. Wie lange das dauern werde, könne man noch nicht abschätzen. Für Hinweise, die zur Ergreifung und rechtskräftigen Verurteilung der Täter führen, hat die Staatsanwaltschaft, die wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, eine Belohnung von 3.000 Euro ausgelobt.

Auf Videoaufnahmen des Angriffs, die Polizei und Staatsanwaltschaft ins Internet stellten, sind drei junge Männer zu sehen, die sich Magnitz von hinten nähern. Einer von ihnen attackiert den Politiker, der für die AfD im Bundestag sitzt, mit dem Ellbogen. Magnitz, der beide Hände in den Manteltaschen hat, stürzt zu Boden und schlägt mit dem Kopf auf.

Frank Magnitz - Fahndungsvideo zur Körperverletzung an Frank Magnitz © Foto: Polizei Bremen

Direkt nach dem Angriff hatte der AfD-Landesverband mitgeteilt, dass die Täter Magnitz mit einem Kantholz bewusstlos geschlagen und gegen seinen Kopf getreten hätten, als dieser am Boden lag. Die Staatsanwaltschaft hatte Videoaufnahmen ausgewertet und daraufhin die Darstellung der AfD zurückgewiesen. Es sei kein Schlaggegenstand zu sehen gewesen. Auch für die Tritte gab es laut den Ermittlern keine Bestätigung in dem Video.