Die SPD will einem Bericht zufolge durchsetzen, dass jeder das Recht hat, von zu Hause aus zu arbeiten. Das geht aus einem Strategiepapier hervor, aus dem die Zeitungen der Funke Mediengruppe zitieren. Das Papier will die SPD bei ihrer Klausur am Sonntag und Montag beschließen.

"Wir werden ein Recht auf mobiles Arbeiten und Homeoffice gesetzlich verankern, damit mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von den digitalen Vorteilen profitieren können", heißt es dem Bericht zufolge in dem Papier.

Damit die Arbeitszeit zu Hause jedoch nicht ausufert, wollen die Sozialdemokraten Arbeitnehmer besser davor schützen, ständig erreichbar sein zu müssen. Außerdem sollten Beschäftigte Überstunden oder Gutschriften durch Fort- und Weiterbildungen auf ein persönlichen Zeitkonto einzahlen können.

Dieses Guthaben könnten sie dann später in Freizeit umwandeln. Dies könnte etwa genutzt werden, wenn Menschen mehr Zeit für ihre Kinder oder die Pflege von Angehörigen haben möchten. Dem Bericht zufolge will die SPD nach ihrem Spitzentreffen ausloten, welche Vorschläge mit den Koalitionspartnern CDU und CSU umgesetzt werden können.

Die Parteispitze will sich bei ihrem Treffen auch mit Forderungen nach einer "Sozialstaatsreform 2025" befassen, die Parteichefin Andrea Nahles zuletzt in einem Interview breit dargelegt hatte. Sie will die von SPD-Kanzler Gerhard Schröder eingeführte Hartz-IV-Reform überwinden.