Bundesjustizministerin Katarina Barley will einem Bericht zufolge die Laufzeit von Verträgen auf höchstens ein Jahr begrenzen. Das Vorhaben betreffe vor allem Verträge für das Handy oder den Festnetzanschluss, berichtete die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vorab. Das Aus für Zweijahresverträge ist demnach Teil eines Pakets, mit dem Barley gegen vermutete Kostenfallen vorgehen will. Ein Eckpunktepapier aus ihrem Ministerium liste die Änderungen auf.

Unterstützung erhielt die Ministerin aus der Union. "Dort, wo es – wie zum Beispiel bei Fitness- oder Telefonverträgen – notwendig ist, unterstützen wir Verbesserungen für den Verbraucher", sagte der CDU-Abgeordnete Sebastian Steineke dem Blatt. Er ist Mitglied des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz. Für Leistungen, die nur einmal jährlich ausgeführt werden, will er den Angaben nach prüfen lassen, ob durch den Vorschlag aus dem Ministerium Nachteile für die Verbraucherinnen und Verbraucher entstehen.

Die FDP befürchtet, dass kürzere Vertragslaufzeiten zu höheren Preisen führen. "Die Unsicherheit über die Einnahmen werden die Anbieter über heftige Preisaufschläge absichern", sagte Katharina Willkomm, verbraucherschutzpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, der FAS.

Neben der Begrenzung der Vertragslaufzeit richte sich das Vorhaben Barleys auch gegen unerlaubte Telefonwerbung und hohe Inkassokosten.