CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Schülerstreiks für mehr Klimaschutz kritisiert. "Es bleibt die Tatsache, dass sie dafür die Schule schwänzen", sagte Kramp-Karrenbauer beim politischen Aschermittwoch im nordhessischen Volkmarsen. Wären ihre Kinder im Alter, um an den Protesten teilzunehmen, würde sie ihnen keine Entschuldigung für die Fehltage schreiben. Wer die Schule schwänze, um zu demonstrieren, müsse auch den verpassten Unterrichtsstoff selbst nachholen.

Am Freitagmorgen waren nach Schätzungen der Polizei bundesweit mehr als 300.000 Demonstranten für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen, darunter viele Schüler. Weltweit waren 2.000 Kundgebungen angekündigt. Bei den Fridays-for-Future-Demonstrationen demonstrieren seit Wochen jeden Freitag Tausende Schülerinnen und Schüler für mehr Klimaschutz.

In ihrer Rede erteilte Kramp-Karrenbauer Spekulationen um einen vorzeitigen Kanzlerinnenwechsel erneut eine Absage. Sie bezog sich auf Umfragen, nach denen eine große Mehrheit in der Bevölkerung und eine noch größere Mehrheit in der CDU will, dass Angela Merkel Kanzlerin bleibt. "Und ich will es auch", sagte sie. Dem ZDF-Politbarometer zufolge war die Beliebtheit von Kramp-Karrenbauer deutlich zurückgegangen, 51 Prozent der Befragten halten Kramp-Karrenbauer als Kanzlerin für ungeeignet.