Die sogenannten Fridays-for-Future-Proteste erhalten einem Bericht zufolge Unterstützung aus der Wissenschaft. Mehr als 700 Forscherinnen und Forscher sowie Prominente unterschrieben eine Petition, in der sie Unterstützung für die demonstrierenden Schülerinnen und Schüler fordern, berichtet der Tagesspiegel. Sie soll am 12. März vorgestellt werden, wie die Initiative mit dem Namen Scientists for Future auf Twitter mitteilte.

Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner schreiben dem Bericht zufolge, die Anliegen der Schülerinnen und Schüler seien gut begründet. Die derzeitigen Maßnahmen zum Klima-, Arten-, Wald-, Meeres- und Bodenschutz reichten bei Weitem nicht aus. Die Petition unterzeichneten den Angaben nach neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch die Fernsehmoderatoren Eckart von Hirschhausen und Ranga Yogeshwar.

Die jungen Menschen forderten zu Recht, dass sich die Gesellschaft auf Nachhaltigkeit ausrichte. Ohne einen Wandel sei ihre Zukunft in Gefahr. Es sei an der Zeit, auch die gängigen Ernährungs-, Mobilitäts- und Konsummuster grundlegend zu ändern.

In Deutschland versammeln sich derzeit jeden Freitag unter dem Motto Fridays for Future in zahlreichen Städten Schüler und Studentinnen, um gegen ausbleibende Maßnahmen gegen den Klimawandel zu protestieren. Die Demonstrationen sind umstritten, da sie während der Schulzeit stattfinden und die Schülerinnen und Schüler Unterricht verpassen. Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) erklärte jüngst, dass sie Schülerstreiks während der Unterrichtszeit ablehne. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Justizministerin Katarina Barley (SPD) hatten die Proteste hingegen zuletzt gelobt.

Greta Thunberg - "Wir werden sie nicht davonkommen lassen" Die 16-jährige Klimaaktivistin sprach auf der »Fridays for Future«-Demo in Hamburg vor Tausenden Schülerinnen und Schülern. Ein Ausschnitt aus der Rede © Foto: Adam Berry/Getty Images