Venezolanische Medien berichteten, es handele sich bei den beiden Flugzeugen um eine Transportmaschine Antonow 124 und eine Iljuschin 62, die 99 Militärs und eine Fracht von 35 Tonnen an Bord führten. Die russische Delegation stehe unter der Leitung des Stabschefs der Landstreitkräfte Russlands, Wassili Tonkoschkurow, berichtete der venezolanische Fernsehsender NTN24.

Sprecher der russischen Botschaft in Caracas bestätigten gegenüber der Moskauer Nachrichtenagentur Sputnik die Ankunft der beiden Maschinen. Es gehe um die normale Abwicklung laufender "technisch-militärischer" Abkommen.

Staatschef Nicolás Maduro hatte am Mittwoch angekündigt, Russland werde in den folgenden Tagen mehrere Tonnen Medikamente nach Venezuela entsenden. Ob sich jedoch in der Tat Medikamente an Bord der beiden Maschinen befinden, wurde bisher nicht bestätigt. Ein Regierungsvertreter teilte AP zufolge mit, in einer der Maschinen seien russische Militärs gewesen, die für Gespräche über Wartung von Ausrüstung, Training sowie Strategie ins Land gekommen seien. Anfang März hatte die russische Regierung Venezuela weitere Hilfslieferungen zugesagt. Russland werde dem südamerikanischen Land Getreide und Arzneimittelhilfen zur Verfügung stellen, so Außenminister Sergei Lawrow bei einem Treffen mit der venezolanischen Vizepräsidentin in Moskau.

Ein gemeinsames Militärmanöver der russischen und venezolanischen Streitkräfte in dem südamerikanischen Land war im Dezember auf Kritik gestoßen. Vor allem die Verlegung von zwei atomwaffenfähigen Langstreckenbombern vom Typ Tu-160 nach Venezuela löste Besorgnis unter anderem in der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) aus.

In Venezuela herrscht eine politische Krise. Seit Ende Januar kämpfen Maduro und der selbst ernannte Übergangspräsident Juan Guaidó um die Macht. Zuletzt litt die Bevölkerung unter einem tagelangen Stromausfall. Die Menschen haben zudem keinen Zugang zu genügend Lebensmitteln und Medikamenten. 

Russland und China gehören zu den Staaten, die Maduros Regierung weiterhin unterstützen. Deutschland, die USA, zahlreiche EU-Staaten und viele lateinamerikanische Länder haben indessen Interimspräsident Guaidó anerkannt. 

Ende Februar waren Vertreter von Venezuelas Regierung und der Opposition wegen Hilfslieferungen aus dem Ausland aneinandergeraten. Guaidós Plan, gegen den Willen von Präsident Maduro Hilfsgüter über die Grenzen zu bringen, scheiterte am harten Vorgehen der Sicherheitskräfte.