Abschiebung - Zu Unrecht in Abschiebehaft Die Bundesregierung will mehr Asylbewerber in Abschiebehaft nehmen, doch häufig landen Menschen zu Unrecht hinter Gittern. Wie kann das passieren? Eine Videoreportage

Im Jahr 2018 scheiterte die Hälfte der 57.000 geplanten Abschiebungen. Das setzt die Bundesregierung unter Druck. Innenminister Horst Seehofer (CSU) will mit seinem Geordnete-Rückkehr-Gesetz, das heute im Kabinett beschlossen wurde, mehr Menschen inhaftieren, um zum Beispiel zu verhindern, dass Ausreisepflichtige untertauchen. Doch das Instrument Abschiebehaft hat einen Haken: In der Praxis kommt es immer wieder zu Fehlern. Fast jeder dritte Fall von Abschiebehaft, den der Bundesgerichtshof in den letzten vier Jahren geprüft hat, war rechtswidrig.

Was bedeutet das für Betroffene und kann Seehofers neues Gesetz die Lage verbessern? Reporterin Dilan Gropengiesser macht sich auf die Suche nach Antworten.