Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat dem Kauf von drei neuen Langstreckenmaschinen für die Flugbereitschaft der Bundeswehr zugestimmt. Die Luftwaffe teilte am Mittwochabend mit: "Geschafft: Die Beschaffung von drei nigelnagelneuen A350-900 inklusive VIP-Kabinen ist heute parlamentarisch gebilligt worden." Nun gelte es, den Vertrag abzuschließen. Bis Mitte 2020 sollen die Maschinen bei der Luftwaffe sein.

Die Flugbereitschaft hat 14 teils recht alte Flugzeuge, die für Flüge von Kabinettsmitgliedern oder des Bundespräsidenten eingesetzt werden. Nach zahlreichen Pannen hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) im Februar die Beschaffung von drei neuen Langstreckenmaschinen in Auftrag gegeben. Ein neuer Airbus A350 kostet nach Expertenangaben bis zu 180 Millionen Euro. Ein Umbau auf die Ausstattung als Regierungsmaschine zieht weitere Kosten nach sich. 

Vergangenes Jahr musste Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem Ausfall der Kommunikationssysteme an einem Airbus A340 nach Köln umkehren und mit einer Linienmaschine zum G20-Gipfel nach Argentinien fliegen. Von technischen Defekten an den Regierungsfliegern waren jüngst auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Außenminister Heiko Maas und Entwicklungsminister Gerd Müller betroffen.