Knapp drei Monate vor der Landtagswahl in Brandenburg ist die AfD einer Umfrage zufolge die stärkste Kraft. In der Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Rundfunk Berlin-Brandenburg kommt die Partei auf 21 Prozent. Für die regierende SPD würden nur noch 18 Prozent stimmen (minus vier Punkte). Die Grünen kommen auf 17 Prozent und liegen gleichauf mit der CDU (minus drei Punkte), gefolgt von den Linken mit 14 Prozent (minus zwei Punkte). Die FDP käme mit konstant fünf Prozent ebenfalls in den Landtag. Die Freien Wähler erhielten in der Umfrage vier Prozent der Stimmen.

Für die Befragten waren Infrastruktur und Verkehr die wichtigsten Probleme. An zweiter Stelle rangierten Bildungsthemen wie Schule und Ausbildung. Das Thema Umweltschutz und Klimawandel wurde deutlich ernster genommen als noch bei der letzten Umfrage im April: 19 Prozent der Befragten (vorher: zwölf Prozent) halten es für ein dringendes Problem.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden auch gefragt, wen sie als Ministerpräsidenten wählen würden. Der aktuelle Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) läge der Umfrage zufolge mit 48 Prozent vorn. Sein CDU-Herausforderer Ingo Senftleben könnte mit elf Prozent rechnen. Den AfD-Spitzenkandidaten Andreas Kalbitz wünschten sich acht Prozent der Befragten als Regierungschef.