Der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel ist neuer Vorsitzender der Atlantik-Brücke zur Pflege der deutsch-amerikanischen Beziehungen. Wie der Verein mitteilte, wurde der ehemalige Außenminister zum Nachfolger von Friedrich Merz (CDU) gewählt, der zehn Jahre an der Spitze gestanden hatte.

Merz betonte zum Abschied die Bedeutung der deutsch-amerikanischen Beziehungen: "Das transatlantische Verhältnis ist mehr als Handelspolitik, mehr als ein sicherheitspolitisches Bündnis. Es ist eine Wertegemeinschaft, in der wir auch unsere Interessen vertreten müssen."

"Nicht besser oder schlechter, sondern schlicht anders"

Deutschlands Beziehung zu Amerika unter US-Präsident Donald Trump kommentierte Gabriel nur indirekt: "Das Verhältnis zu den USA ist nicht besser oder schlechter, als wir es seit den Fünfzigerjahren gewohnt waren, sondern schlicht anders", sagte er laut einer Pressemitteilung. "Um in diesem Verhältnis neue Impulse zu setzen, ist die Atlantik-Brücke genau der richtige Ausgangspunkt."

Auch die beiden Stellvertreter von Merz, Ex-Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) und der Unternehmensberater Burkhard Schwenker, schieden aus ihren Ämtern. Zu ihren Nachfolgern wurden der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Norbert Röttgen (CDU), und der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, bestimmt.