Weil die AfD Einnahmen nicht in ihrem Rechenschaftsbericht angegeben hat, verlangt der Bundestag eine Strafzahlung von 34.169 Euro. Das gab ein Sprecher des Parlaments bekannt. Das ZDF hatte zuerst über den Strafbescheid berichtet.

Dabei geht es dem ZDF zufolge um Einnahmen aus dem sogenannten Kyffhäusertreffen der rechtsnationalen Parteigruppierung "Flügel" vor zwei Jahren. Dieser Gruppierung wird vom thüringischen AfD-Spitzenkandidaten Björn Höcke geleitet. Seit einigen Jahren lädt der "Flügel" regelmäßig zu diesen Treffen ein. Der Kyffhäuser ist ein Mittelgebirge in Thüringen und Sachsen-Anhalt, südöstlich des Harzes.

Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin des Treffens am 2. September 2017 habe eine Gebühr von 250 Euro zahlen müssen. Nach Ansicht der Bundestagsverwaltung hätten diese Einnahmen 2017 im Rechenschaftsbericht der Partei angegeben werden müssen – das wurden sie aber nicht.

Der Spiegel berichtete ebenfalls von der Strafforderung, bezog sich dabei allerdings auf das Treffen im Jahr 2016, das im Rechenschaftsbericht des Folgejahres nicht erwähnt worden sei.

In der Summe hätten sich die Einnahmen auf 17.084,48 Euro belaufen, teilte ein Sprecher des Bundestags mit. Der Strafbefehl sei auf das Doppelte dieses Betrags ausgestellt worden, wie es das Parteiengesetz vorsieht.

2019 wurde bekannt, dass der Flügel Veranstaltungen über den extra dafür gegründeten Verein Konservativ! organisiert. Geldflüsse müssen seitdem nicht mehr zwangsläufig über das Parteikonto abgewickelt werden.