Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) plant noch in diesem Jahr eine weitere Reform des Elterngelds. Es gehe dabei darum, das Elterngeld noch mehr auf Partnerschaftlichkeit zwischen Müttern und Vätern auszurichten, kündigte die Ministerin an. Sie verwies unter anderem darauf, dass immer noch deutlich mehr Mütter länger für die Kinderbetreuung zu Hause bleiben als Väter.

Die Reform soll nach Angaben der Ministerin auch Eltern von zu früh geborenen Kindern unterstützen. Deren Anteil an den Geburten nehme zu, sagte Giffey. Wenn ein Kind ein oder zwei Monate zu früh komme, dann sei die Entwicklung nach der Elternzeit nicht die gleiche, wie bei einer Geburt zum errechneten Termin. Man sei in innerhalb der Koalition in intensivem Gespräch.

Elterngeld bekommen Mütter und Väter, wenn sie nach der Geburt des Kindes erst einmal gar nicht oder nur noch wenig arbeiten wollen. Der Staat unterstützt das mit mindestens 300 Euro und maximal 1.800 Euro im Monat – abhängig vom Netto-Verdienst, das der zu Hause bleibende Elternteil vor der Geburt des Kindes hatte. Das Elterngeld wird maximal 14 Monate lang gezahlt, wenn sich beide an der Betreuung beteiligen. Jedes Elternteil muss dafür mindestens zwei Monate zu Hause bleiben. Meist bleibt die Mutter länger in Elternzeit, weil der Vater mehr verdient – die Einbußen sind dann geringer.

Die Zahlungsdauer kann auch weiter gestreckt werden. Bei diesem ElterngeldPlus sind die monatlichen Zahlungen dann geringer.