Bei der Neubesetzung der SPD-Spitze unterstützen die Jusos die Kandidaten Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans. Das habe der Bundesvorstand "nach ausführlicher Diskussion" einstimmig beschlossen, teilte Juso-Chef Kevin Kühnert mit. "Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans trauen wir aufgrund ihrer bisherigen politischen Arbeit in besonderer Weise zu, unsere Erwartungen zu erfüllen", sagte Kühnert zur Begründung. 

Beide kandidieren gemeinsam für den Vorsitz der SPD. Mit ihrem Plädoyer für eine gerechtere Verteilungspolitik wollen die Bundestagsabgeordnete und der ehemalige NRW-Finanzminister einen handlungsfähigen und am Gemeinwohl orientierten Staat schaffen. Der SPD-Landesvorstand unterstützt das Duo ebenfalls. Ein weiteres Kandidatenduo aus NRW, der Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach und die Abgeordnete Nina Scheer, hat damit nur noch Außenseiterchancen.

Die Parteimitglieder sollen Mitte Oktober über die 15 Kandidaten für den Parteivorstand abstimmen. Es treten sieben Duos und ein Einzelbewerber an, darunter etwa auch Finanzminister Olaf Scholz, der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius sowie Parteivize Ralf Stegner.

Walter-Borjans wurde bekannt durch den Ankauf von CDs mit den Namen von Steuersündern. Den Kauf von weiterem Material verboten ihm die anderen Bundesländer. Die weithin unbekannte Bundestagsabgeordnete Saskia Esken verkörpert das sozialdemokratische Aufstiegsversprechen: Kellnerin, Paketbotin, Chauffeurin, Sekretärin, staatlich geprüfte Informatikerin und heute in der Fraktion zuständig für Internet und künstliche Intelligenz. 

Zum Start der Deutschlandtour der Kandidaten hatte das Duo Simone Lange und Alexander Ahrens seine Bewerbung zurückgezogen und ebenfalls erklärt, Esken und Walter-Borjans zu unterstützen.

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