Bei der Oberbürgermeisterwahl in Hannover haben sich die Bewerber der Grünen und CDU, Belit Onay und Eckhard Scholz, durchgesetzt und ziehen in die Stichwahl ein. Dies steht nach der Auszählung des Großteils der Stimmbezirke fest. Damit wird die Stadt erstmals seit 70 Jahren nicht mehr von einem SPD-Politiker regiert.

Laut NDR gewann der Grüne Onay die Wahl mit 32,4 Prozent der Stimmen. Der Zweitplatzierte Scholz, der von der CDU nominiert worden war, erzielte 32,1 Prozent der Stimmen. Für Marc Hansmann von der SPD stimmten 23,5 Prozent der Wähler. Der AfD-Politiker Joachim Wundrak konnte 4,6 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, während die Linke-Politikerin Jessica Kaußen 1,9 Prozent bekam.

Treten bei der Stichwahl gegeneinander an: Belit Onay (Grüne) und Eckhard Scholz (parteilos, für CDU) © Sina Schuldt/​dpa

Insgesamt waren in der niedersächsischen Landeshauptstadt 402.000 Menschen wahlberechtigt – davon 7.800 Erstwählerinnen und -wähler. Anders als bei Bundes- und den meisten Landtagswahlen konnten bei der Oberbürgermeisterwahl bereits Jugendliche ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben.

Wie der NDR schreibt, handelte es sich bei der Wahl um eine vorgezogene Neuwahl. Zuvor hatte der ehemalige Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) wegen illegaler Gehaltszulagen an hochrangige Stadtbeamte seine Versetzung in den Ruhestand beantragt.

Wer am Ende neuer Oberbürgermeister wird, entscheidet sich bei der Stichwahl am 10. November. Insgesamt wird der Oberbürgermeister auf sieben Jahre gewählt.