Köln - Demonstrationen gegen türkische Militäroffensive in Syrien In Köln und anderen deutschen Städten haben Tausende Menschen gegen die Offensive der Türkei in Nordsyrien demonstriert. Teilweise kam es zu gewalttätigen Übergriffen. © Foto: Fabian Strauch/dpa

Zwei Demonstrationszüge gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien haben sich am Samstagnachmittag friedlich in Bewegung gesetzt. Nach Polizeiangaben zogen insgesamt zunächst etwa 5.000 Frauen und Männer in Richtung Kölner Innenstadt. Dort war für den Nachmittag eine gemeinsame Abschlusskundgebung geplant.

Zuvor hatte die Polizei wegen befürchteter Ausschreitungen ein Verbot der Kundgebungen in Erwägung gezogen. Der Kölner Polizeipräsident Uwe Jacob hatte vor mehreren Tausend gewaltbereiten Teilnehmern gewarnt und die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.

Die Veranstalter – mehrere linke Bündnisse – hatten 15.000 Demonstranten angemeldet. Die Polizei rechnete mit mehr als 20.000, da es europaweite Aufrufe zu dem Protestmarsch gegeben habe. "Wir sind präsent in allen Situationen, wo es zu Gewalt kommen könnte, um sie sofort im Keim zu ersticken, sagte ein Kölner Polizeisprecher zum Großaufgebot der Sicherheitskräfte.

Die Protestierenden waren mit Flaggen der kurdischen YPG-Miliz ausgestattet und trugen Plakate mit Aufschriften wie "Keine Deals mit dem AKP-Regime" oder "Der Hauptfeind steht im eigenen Land". Transparente und Bilder würden daraufhin überprüft, ob sie Symbole der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK enthielten, bestätigte die Polizei.

Zum Auftakt hatten die Veranstalter gewarnt: "Es ist sehr wichtig, dass wir uns nicht provozieren lassen!" Es gebe Hinweise, dass sich Teilnehmende aus dem türkisch-nationalistischen Milieu unter die linken Gruppen mischen und provozieren wollten.

Demonstrationen gegen das Vorgehen der Türkei in Nordsyrien waren für Samstag auch in anderen deutschen Städten geplant, darunter in Berlin, Saarbrücken, Stuttgart und Frankfurt am Main.

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