Die Bundesregierung will die Mietpreisbremse fünf weitere Jahre bis 2025 gelten lassen. Darauf hat sich das Kabinett geeinigt – der Bundestag muss noch zustimmen. Zudem sollten Mieterinnen und Mieter künftig zu viel gezahlte Miete auch rückwirkend für die ersten 2,5 Jahre des Mietverhältnisses zurückfordern können.

"Wohnen muss bezahlbar bleiben, egal ob zur Miete oder im Eigentum. Mit der Verlängerung und Verschärfung der Mietpreisbremse werden wir die Dynamik der Mietentwicklung bis 2025 weiter dämpfen", sagte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht.

Die Preisbremse regelt die Miethöhe nach einem Umzug in einer beliebten Gegend: In der Regel darf die Vermieterin dann nur zehn Prozent mehr als die ortsübliche Vergleichsmiete verlangen. Vermieter, die sich daran nicht halten, sollen die zu viel erhaltene Miete künftig auch rückwirkend zurückzahlen – zumindest für einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren. 

Der Kauf von Häusern und Eigentumswohnungen soll außerdem günstiger werden. Wenn die verkaufende Person einen Makler beauftragt hat, soll sie ihn künftig zumindest zur Hälfte auch bezahlen. Bisher zahlt meist die Käuferin komplett. Beide Gesetzentwürfe sind Teil des Wohn- und Mietenpakets der Bundesregierung.