Die neue Co-Fraktionschefin der Linken im Bundestag, Amira Mohamed Ali, kann sich Koalitionen mit SPD und Grünen im Bund vorstellen. "Es geht darum, spürbare Verbesserungen im Leben der großen Mehrheit der Bevölkerung zu bewirken. Wenn das mit SPD und Grünen möglich ist, bin ich selbstverständlich dafür", sagte Mohamed Ali der Freien Presse.

Es sei dringend notwendig, dass es eine soziale Wende gebe. Dafür brauche es nicht nur einen Regierungs-, sondern auch einen Politikwechsel. Mohamed Alis Vorgängerin als Fraktionschefin, Sahra Wagenknecht, hat sich über ein mögliches Bündnis mit SPD und Grünen stets zurückhaltend geäußert.

Mohamed Alis Co-Chef Dietmar Bartsch hat bereits deutlich gemacht, Chancen für eine Koalition von SPD, Grünen und seiner Partei im Bund zu sehen. Auch die Parteichefs Katja Kipping und Bernd Riexinger haben dafür Sympathien erkennen lassen.

Mohamed Ali führt erst seit Mitte November gemeinsam mit Dietmar Bartsch die Linksfraktion im Bundestag an. Die Rechtsanwältin sitzt seit 2017 für die Linke im Bundestag und wird dem linken Flügel der Partei zugerechnet, zu dem auch Wagenknecht gehört. Mohamed Ali hat vor ihrer Wahl betont, sie wolle sich als Fraktionschefin für mehr Einigkeit unter den Abgeordneten der Linken einsetzen. Es gehe ihr darum, dass die Fraktion ihre Kräfte besser bündele und zusammenstehe.