Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth hat das Verhalten der AfD-Fraktion im Bundestag kritisiert. "Die AfD missbraucht den Bundestag als Bühne für ihre systematische Provokation", sagte die Grünen-Politikerin der Rheinischen Post.

Die AfD wolle, dass "wir uns gewöhnen: an ihre entgrenzte Sprache, an die ständigen Angriffe auf Minderheiten, an ihre Ideologie der Ungleichwertigkeit". Dabei gewinne der sogenannte Flügel um den thüringischen AfD-Landeschef Björn Höcke zunehmend an Einfluss, die Radikalisierung schreite voran.

Roth zufolge rücke nun aber "das Kollegiale und Verbindende zwischen den anderen Fraktionen" häufiger in den Vordergrund – "bei allem inhaltlichen Streit, der ein lebendiges Parlament ausmacht", sagte die Bundestagsvizepräsidentin.

Das sei wichtig, fügte sie hinzu. "Die Herzkammer unserer Demokratie verteidigt keine Fraktion allein." Es brauche eine kluge, gemeinsame, vor allem aber unmissverständliche Reaktion aller Demokratinnen und Demokraten im Haus.