Der CDU-Politiker Friedrich Merz ist nach seiner Äußerung über Homosexualität kritisiert worden. Er hatte in einem Interview mit dem Internetformat Bild live Homosexualität mit Pädophilie in Verbindung gebracht. Er sagte über einen möglichen homosexuellen Bundeskanzler: "Solange sich das im Rahmen der Gesetze bewegt und solange es nicht Kinder betrifft – an der Stelle ist für mich allerdings eine absolute Grenze erreicht –, ist das kein Thema für die öffentliche Diskussion."
Merz, der sich um den CDU-Parteivorsitz und damit indirekt als Kanzlerkandidat der Union für 2021 bewirbt, wurde dafür von vielen Seiten kritisiert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der mit einem Mann verheiratet ist, sagte: "Wenn die erste Assoziation bei Homosexualität Gesetzesfragen oder Pädophilie ist, dann müssen Sie eher Fragen an Friedrich Merz richten."
SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil forderte Merz zu einer Entschuldigung auf. "Schwule immer in den Verdacht zu rücken, dass da etwas mit Kindern sei, zeigt ein rückständiges Denken", sagte Klingbeil der Bild. "Da ist eine deutliche Entschuldigung fällig."
Der Juso-Chef und stellvertretende SPD-Chef Kevin Kühnert schrieb bei Twitter: "So laviert jemand, der nicht kaschieren kann, dass er mit der Normalisierung des Umgangs mit Homosexualität eigentlich nichts anfangen kann." Wer Kanzler werden wolle, sollte laut Kühnert eine Sprache sprechen, die "in sensiblen Feldern von Antidiskriminierung und der Gleichberechtigung aller Menschen keinen Platz für Interpretationen und doppelte Böden" lasse.
Merz verteidigte sich gegen die Kritik. Er sprach von einem "bösartig konstruierten Zusammenhang, der in keiner meiner Äußerungen vorkommt", sagte er der Welt. Dort stellte er den Zusammenhang dann jedoch ein weiteres Mal her. Die Toleranzgrenze sei "immer überschritten, wenn Kinder betroffen sind". Das werde er so auch in Zukunft sagen, "selbst wenn es offenbar dem einen oder anderen nicht gefällt".
Währenddessen sorgte noch eine weitere Aussage Merz' aus dem Interview für Kritik vor allem in den sozialen Netzwerken. Über die Corona-Krise sagte er: "Es gewöhnen sich zu viele daran, nicht zu arbeiten." Das wurde ihm vielfach als zynisch ausgelegt, da die wenigsten während der Pandemie freiwillig auf Arbeit verzichteten, sondern ihre Jobs oder Aufträge verloren oder Umsatzeinbußen hinnehmen mussten.
Der CDU-Politiker Friedrich Merz ist nach seiner Äußerung über Homosexualität kritisiert worden. Er hatte in einem Interview mit dem Internetformat Bild live Homosexualität mit Pädophilie in Verbindung gebracht. Er sagte über einen möglichen homosexuellen Bundeskanzler: "Solange sich das im Rahmen der Gesetze bewegt und solange es nicht Kinder betrifft – an der Stelle ist für mich allerdings eine absolute Grenze erreicht –, ist das kein Thema für die öffentliche Diskussion."
Merz, der sich um den CDU-Parteivorsitz und damit indirekt als Kanzlerkandidat der Union für 2021 bewirbt, wurde dafür von vielen Seiten kritisiert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der mit einem Mann verheiratet ist, sagte: "Wenn die erste Assoziation bei Homosexualität Gesetzesfragen oder Pädophilie ist, dann müssen Sie eher Fragen an Friedrich Merz richten."