Deutschland liegt weit hinter seinen Zielen zur Schaffung reiner Wildnisgebiete zurück. Dies berichten das RedaktionsNetzwerk Deutschland und das ZDF-Magazin Frontal21. Demnach sind aktuell nur 0,6 Prozent der Landesfläche als solche gekennzeichnet – im Gegensatz zu der einst beschlossenen Quote von zwei Prozent.

Damit hat der Bund nicht einmal ein Drittel seines selbst gesteckten Ziels erreicht – genau wie viele Bundesländer. Laut der Recherchen überlässt bislang kein einziges deutsches Flächenland zwei Prozent der Wildnis.

Am schlechtesten schneidet demnach Nordrhein-Westfalen ab, das Flächenland mit der höchsten Bevölkerungsdichte. So komme man dort nur auf 0,19 Prozent Wildnis, und zwar allein in der Kernzone des Nationalparks Eifel.

Baden-Württemberg hat dabei mit 0,23 Prozent eine fast so schlechte Quote wie das viel dichter besiedelte NRW.

Selbst die waldreichen Bundesländer Rheinland-Pfalz (0,54 Prozent) und Hessen (0,48 Prozent) kommen nur auf eine niedrige Quote. Dies gilt auch für Bayern als das größte Flächenland mit viel Wald (0,63 Prozent).

Die höchsten Anteile von Wildnis gibt es demnach im Saarland (0,97 Prozent) sowie in Mecklenburg-Vorpommern mit seinen ausgedehnten Nationalparks (1,58 Prozent).