Wolfgang Kubicki: "Daran geht die freiheitliche Gesellschaft zugrunde"
Wolfgang Kubicki kämpft gegen eine allgemeine Corona-Impfpflicht. Vielen Befürwortern gehe es um Rache und Vergeltung an Ungeimpften, glaubt der FDP-Politiker.
Der stellvertretende FDP-Parteivorsitzende Wolfgang Kubicki hat ein Buch über die "erdrückte Freiheit" in der Pandemie geschrieben und kämpft gegen eine allgemeine Corona-Impfpflicht. Er arbeitet mit mehr als 30 FDP-Abgeordneten an einem Antrag dagegen und betont, dass Geimpfte auch ansteckend sein können. Kubicki unterstützte eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen, lehnt jedoch eine allgemeine Impfpflicht ab. Er kritisiert die 2G-Regeln als "Impfpflicht durch die Hintertür" und warnt vor einem jakobinerhaften Verhalten in Bezug auf Impfpflichtbefürworter. Kubicki fordert eine Stärkung der Krankenhauskapazitäten und des Personals, um für zukünftige Pandemien gerüstet zu sein.
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Er ist seit Beginn der Pandemie einer der lautesten Kritiker strenger Corona-Maßnahmen. Der stellvertretende FDP-Parteivorsitzende und Vizepräsident des Bundestages Wolfgang Kubicki hat ein Buch über "Die erdrückte Freiheit" in der Pandemie geschrieben, hier erklärt der 69-Jährige seinen Kampf gegen eine allgemeine Corona-Impfpflicht.
ZEIT ONLINE: Herr Kubicki, Sie arbeiten
mit mehr als 20 anderen FDP-Abgeordneten an einem Antrag gegen eine allgemeine
Impfpflicht. Warum?
Kubicki: Mittlerweile sind es sogar mehr
als 30. Ich bin gegen eine allgemeine Impfpflicht, weil es meinem ganzen
Menschenbild widerspricht. Und weil wir mittlerweile die Gewissheit haben, dass
auch Geimpfte ansteckend sind. Für mich wäre 1G der bessere Weg. Also dass
wirklich alle, die beispielsweise in ein Krankenhaus oder ein Pflegeheim
kommen, getestet sein müssen. Hier im Bundestag teste ich mich auch jeden Tag,
obwohl ich geimpft bin.