Das Bundesgesundheitsministerium hat weitere fünf Millionen Dosen des Impfstoffs von BioNTech für die angestrebte Beschleunigung der Corona-Impfungen in Deutschland
organisiert. Sie sollen ab der Woche vom 24. Januar zur Verfügung
stehen, hieß es aus Ministeriumskreisen. Bei den Dosen handele es sich um ein EU-Kontingent, das für Rumänien bestimmt war, dort aber nicht benötigt werde – obwohl Rumänien mit einer Impfquote von etwa 40 Prozent zu den Ländern mit den niedrigsten Zahlen in der EU gehört.
Insgesamt sollen mit den fünf Millionen Dosen in den drei folgenden Wochen ab dem 17. Januar rund 32 Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen. Dazu gehören insgesamt zwölf Millionen Dosen von BioNTech und 20 Millionen Dosen des Impfstoffs von Moderna. Damit könne auch allen eine Boosterimpfung ermöglicht werden, die es wollten.
Die Bundesregierung hat als Ziel ausgegeben, bis Ende Januar insgesamt weitere 30 Millionen Impfungen zu erreichen. Der ehemalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte im Herbst die Auslieferung von BioNTech-Dosen noch rationiert, um im Frühjahr ablaufende Moderna-Vorräte zu verimpfen. Bei einer Inventur im Gesundheitsministerium im Dezember hat sein Nachfolger Karl Lauterbach (SPD) vor möglichen Engpässen im Januar gewarnt: Es sei zu wenig Impfstoff für die Boosterkampagne bestellt worden.
BioNTech und Pfizer arbeiten an Omikron-Impfstoff
Unterdessen arbeitet BioNTech mit seinem US-Partner Pfizer an einem an die Omikron-Variante angepassten Impfstoff. Bereits im März könne eine darauf zugeschnittene Version bereitstehen, teilte Firmenchef Uğur Şahin am Dienstag auf einer Gesundheitskonferenz der US-Bank J.P. Morgan mit. Ende Januar werde eine klinische Studie zu dem Impfstoff beginnen.
Pfizer-Chef Albert Bourla betonte dabei, die Unternehmen entwickelten den neuen Impfstoff auf eigenes Risiko: Es sei nicht absehbar, ob das Mittel überhaupt gebraucht werde. "Aber wir werden bereit sein", sagte er und stellte bis zu 100 Millionen Dosen bis Ende April in Aussicht. BioNTech und Pfizer gehen für das Gesamtjahr 2022 von einer Nachfrage von bis zu vier Milliarden Impfstoffdosen weltweit aus.
Meine Kollegin will sich nicht impfen lassen. Und nun?
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Vor dem zweiten Winter der Corona-Pandemie streiten die Deutschen über eine ganz grundsätzliche und sehr wichtige Frage: Wer will sich nicht impfen lassen – und aus welchen Gründen? Während die Zahl der Geimpften im Land immer noch niedriger ist als in vielen anderen Staaten Europas, wachsen die Zweifel an der Politik. Viele Ungeimpfte fühlen sich unter Druck gesetzt und gesellschaftlich geächtet. Viele Geimpfte wiederum empfinden die politischen Entscheidungen als langsam und widersprüchlich. Und gleichzeitig gibt es immer noch zu wenig Schutz für die Kinder und es infizieren sich wieder mehr Alte und Kranke.
Was steckt hinter der Furcht vor den Nebenwirkungen des Impfens? Welche Sorgen haben Zögerer und Unsichere? Wird es am Ende doch zu einer Impfpflicht kommen – und was wären die Folgen? Und wenn es keine Impfpflicht gibt und ein Teil der Bevölkerung ungeimpft bleibt: Wie gefährlich wird das für Alte und Kranke, für Schüler und Kleinkinder – und für alle Geimpften? Jakob Simmank ist Arzt und Wissenschaftsjournalist bei ZEIT ONLINE. In der neuen Folge von "Das Politikteil" analysiert er gemeinsam mit Moderator Marc Brost die drängendsten Aspekte der Corona-Lage im Land.
Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Marc Brost zu hören.
Im vergangenen Jahr produzierten die Unternehmen drei Milliarden Dosen ihres Impfstoffs. Für 2021 und dieses Jahr erwartete BioNTech zuletzt einen Umsatz von insgesamt mehr als 30 Milliarden Euro durch den Impfstoff. Pfizer und BioNTech schätzen ihren Marktanteil bei den Impfstoffen auf 80 Prozent in Europa und 74 Prozent in den USA. Auch in Deutschland wurde der Impfstoff der Hersteller, der Ende 2020 als weltweit erste Corona-Vakzine zugelassen worden war, mit Abstand am häufigsten verimpft.
Das Bundesgesundheitsministerium hat weitere fünf Millionen Dosen des Impfstoffs von BioNTech für die angestrebte Beschleunigung der Corona-Impfungen in Deutschland
organisiert. Sie sollen ab der Woche vom 24. Januar zur Verfügung
stehen, hieß es aus Ministeriumskreisen. Bei den Dosen handele es sich um ein EU-Kontingent, das für Rumänien bestimmt war, dort aber nicht benötigt werde – obwohl Rumänien mit einer Impfquote von etwa 40 Prozent zu den Ländern mit den niedrigsten Zahlen in der EU gehört.
Insgesamt sollen mit den fünf Millionen Dosen in den drei folgenden Wochen ab dem 17. Januar rund 32 Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen. Dazu gehören insgesamt zwölf Millionen Dosen von BioNTech und 20 Millionen Dosen des Impfstoffs von Moderna. Damit könne auch allen eine Boosterimpfung ermöglicht werden, die es wollten.