"Nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz" – das war eine Maxime, an der Joschka Fischer seine Politik in der Zeit als erster grüner Außenminister (1998–2005) ausgerichtet hat. Was bedeutet der Satz heute, wo Israel gegen Terror in den Krieg zieht, die Ukraine nur noch schwer dem russischen Überfall standhält und die Deutschen sich gedanklich zurückziehen? Der 75-Jährige empfängt in seinem Büro am Berliner Gendarmenmarkt.

ZEIT ONLINE: Herr Fischer, was haben Sie seit dem 7. Oktober, dem terroristischen Überfall der Hamas auf Israel, über Deutschland gelernt?