Die Bundeswehr-Fregatte Hessen soll als Teil der deutschen Beteiligung an einem EU-Militäreinsatz zur Sicherung der Handelsschifffahrt im Roten Meer kommende Woche in See stechen. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, soll das Schiff am 8. Februar von Wilhelmshaven aus auslaufen und so Ende des Monats das Einsatzgebiet erreichen. Damit trifft die Bundeswehr Vorkehrungen, um nach einem Mandat des Bundestages schnellstmöglich einen entsprechenden Auftrag ausführen zu können.

Bei dem EU-Militäreinsatz sollen mehrere europäische Kriegsschiffe und luftgestützte Frühwarnsysteme Frachtschiffe in der Region des Roten Meeres vor Angriffen durch die Huthi-Miliz schützen. Diese beschießt seit mehreren Wochen regelmäßig Handelsschiffe in der Region und will damit ein Ende der israelischen Angriffe im Gazastreifen erzwingen. Die EU-Außenminister hatten sich Anfang vergangener Woche auf den Einsatz verständigt

Wie Verteidigungsstaatssekretärin Siemtje Möller (SPD) mitteilte, wird spätestens am 19. Februar ein EU-Beschluss zu der Mission erwartet. Im Anschluss könne es dann direkt eine beschleunigte Befassung des Bundestages geben, sagte sie am Rande eines informellen EU-Verteidigungsministertreffens in Brüssel.

Die Hessen wurde speziell für den Geleitschutz und die Seeraumkontrolle konzipiert und ist unter anderem mit Flugabwehrraketen ausgestattet. Zudem kann sie mit einem speziellen Radar zur Luftraumüberwachung nach Angaben der Bundeswehr ein Gebiet von der Größe der gesamten Nordsee abdecken.