Wie hätte das nun gültige Wahlrecht den 2021 gewählten Bundestag verändert? Und welche Wahlkreise wären verwaist? Unsere Grafik zeigt beispielhaft die Veränderungen.
Das Bundesverfassungsgericht hat die Reform der Ampelkoalition für die Bundestagswahlen 2025 bestätigt, aber die Grundmandatsklausel wieder eingeführt. Unter den neuen Regeln wären alle Fraktionen kleiner, da es keine Überhang- und Ausgleichsmandate mehr geben soll. Die CSU hätte weniger Sitze gehabt, und prominente Politiker wie Andreas Scheuer wären nicht eingezogen. Die Existenzangst der CSU wurde genommen, und die Linke erhielt etwas Hoffnung. Das Gericht hat die Grundmandatsklausel beibehalten, was dazu führen würde, dass einige Wahlkreise ohne regionale Vertretung im Bundestag wären. Insgesamt wäre der Bundestag kleiner und die Koalition geschwächt.
Dies ist ein experimentelles Tool. Die Resultate können unvollständig, veraltet oder sogar falsch sein.
Welche Folgen haben diese neuen Regeln für die einzelnen Parteien? ZEIT ONLINE hat sie beispielhaft auf die aktuellsten Wahlergebnisse angewendet, auf die der Bundestagswahl 2021. Berechnungen zeigen, wie der Bundestag dann zusammengesetzt wäre. Auch wenn sich kein Wahlergebnis exakt wiederholen wird und die neuen Regeln erst zur nächsten Wahl 2025 gelten sollen – die Berechnung kann doch helfen, den Effekt der Reform beispielhaft zu veranschaulichen.