Nach den Wahlschlappen im Osten tritt der Bundesvorstand der Grünen zurück. Der Druck in der Partei wurde zu groß. Geschützt werden soll damit Robert Habeck.
Die Parteivorsitzenden der Grünen, Ricarda Lang und Omid Nouripour, sowie der gesamte Bundesvorstand sind zurückgetreten, da ein Neustart und neue Gesichter benötigt werden, um die Partei aus der Krise zu führen. Die Entscheidung fiel schwer, wurde aber parteiübergreifend respektiert. Hinter den Kulissen rumorte es schon länger, besonders nach enttäuschenden Wahlergebnissen in Ostdeutschland. Lang und Nouripour standen bereits seit der verlorenen Europa-Wahl auf Abruf und gerieten immer stärker in die Kritik. Robert Habeck bleibt als Spitzenkandidat unumstritten, doch auch er steht unter Druck. Die Parteizentrale war nicht kampagnenfähig, die Landesverbände fühlten sich im Stich gelassen. Die Grünen hoffen auf Habeck als erfolgreichen Kanzlerkandidaten, doch Zweifel bleiben.
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Nun sind Ricarda Lang und Omid Nouripour, die beiden Parteivorsitzenden der Grünen, sowie der gesamte Bundesvorstand zurückgetreten. "Es braucht einen Neustart", sagte Nouripour bei der eilig einberufenen Pressekonferenz. Und Lang ergänzte: "Es braucht neue Gesichter, um die Partei aus der Krise zu führen." Jetzt sei es nicht die Zeit, um am Stuhl zu kleben. Den beiden sei die Entscheidung ihres Rückzugs nicht leicht gefallen, doch sie hätten sie getroffen, damit sie "ein Baustein der strategischen Neuaufstellung dieser Partei sein" könne. Für ihren Rückzug zollten ihnen am Mittwochvormittag parteiübergreifend Politiker Respekt, lobten den Schritt in den sozialen Medien als ehrlich und mutig. Ähnlich analysierten es mehrere Journalisten.