Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und CDU-Chef Friedrich Merz liegen in einer Umfrage zur Kanzlerfrage bei den Wählerinnen und Wählern gleichauf. Laut RTL/ntv-Trendbarometer kamen beide auf eine Zustimmung von je 26 Prozent. Allerdings gewann Scholz im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte dazu, während Merz zwei Punkte verlor. 

Die Union führt in der Erhebung noch immer klar, hat im Vergleich zur Vorwoche aber an Zustimmung verloren. CDU und CSU kommen in der Umfrage auf 31 Prozent, das sind zwei Prozentpunkte weniger als zuvor. Die AfD bleibt mit weiterhin 17 Prozent auf Platz zwei. Die SPD legt einen Punkt zu auf 15 Prozent. 

Unzufriedenheit über Abbruch der Migrationsgespräche

Für die Grünen werden unverändert elf Prozent vorhergesagt. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verschlechtert sich um einen Punkt auf sechs Prozent. Die FDP legt zwar einen Punkt zu, bleibt mit vier Prozent aber unter der Fünf-Prozent-Hürde. Dies gilt auch für die Linkspartei mit weiterhin drei Prozent. 

Eine deutliche Mehrheit der Befragten zeigte sich laut Umfrage unzufrieden mit dem Vorgehen von CDU und CSU in der Migrationspolitik. Auf die Frage, ob der Abbruch der Gespräche mit der Ampelkoalition richtig war, antworteten 72 Prozent der Befragten, die Union hätte mit der Bundesregierung weiter verhandeln sollen. 20 Prozent fanden den Abbruch der Gespräche demnach richtig.

Am 28. September 2025 findet die nächste Bundestagswahl statt. Die Ergebnisse werden insbesondere wegen des Erstarkens der AfD in den ostdeutschen Bundesländern mit Spannung erwartet.

Am Montagmittag hatte Merz bekannt gegeben, dass er die Union als Kanzlerkandidat in den Bundestagswahlkampf führen will. CSU-Chef Markus Söder und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hatten sich zurückgezogen. Die Gremien von CDU und CSU müssen noch abstimmen, doch die Zustimmung für Merz gilt als sicher. Für die SPD will Bundeskanzler Scholz erneut kandidieren. Trotz schlechter Umfragewerte für die SPD zeigte er sich zuletzt überzeugt, die Wahl gewinnen zu können. 

Im Auftrag von RTL Deutschland befragte das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 10. bis 16. September 2.501 Menschen. Die statistische Fehlertoleranz beträgt +/- 2,5 Prozentpunkte. Die Daten zur Haltung von CDU und CSU in der Zuwanderungspolitik wurden vom 13. und 16. September erhoben, es wurden 1.002 Menschen befragt. Die statistische Fehlertoleranz beträgt +/- 3 Prozentpunkte.