Wie nah liegen Alice Weidel und Sahra Wagenknecht politisch beieinander? Ein TV-Duell sollte Aufschluss geben. Darin setzt die eine auf Angriff, die andere wirkt fahrig.
Der Nischensender Welt TV hat eine neue Nische entdeckt: politische Liveduelle mit kontroversen Gästen wie BSW-Chefin Sahra Wagenknecht und AfD-Sprecherin Alice Weidel. In einem hitzigen TV-Duell diskutierten sie über Wirtschaft, Migration, den Nahostkonflikt und den Ukraine-Krieg. Wagenknecht griff Weidel hart an, während diese fahrig und schlecht vorbereitet wirkte. Beide Politikerinnen einigten sich auf eine Zweistaatenlösung im Nahostkonflikt und machten den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich. Das Duell endete in einem Gemurmel, aber Moderator Burgard sieht bereits eine Fortsetzung kommen.
Dies ist ein experimentelles Tool. Die Resultate können unvollständig, veraltet oder sogar falsch sein.
Der Nischensender Welt TV hat für sich eine neue Nische
entdeckt: politische Liveduelle mit einer
Gästemischung, bei der sich manche Konkurrenz mit Grausen abwendet. Das kann man
als Dienst an der offenen Meinungsbildung betrachten oder aber einfach als
schlaues Geschäftsmodell. In jedem Fall wäre ein TV-Duell
zwischen BSW-Chefin Sahra Wagenknecht und AfD-Sprecherin Alice Weidel bei
vielen Sendern kaum denkbar.
Bereits im April hatte das Springer-Medium unter einigem medialen
Rummel zu einem kontroversen Treffen geladen. Damals duellierten sich bei Welt
TV der Thüringer CDU-Landeschef Mario Voigt und sein Amtskollege von der AfD, Björn Höcke.
Als wesentliche Erkenntnis blieb, dass Voigt gegen einen in
diesem Fall rechtsextremen Politiker von der AfD und seine Schwurbelthesen auch
in der Livesituation durchaus bestehen konnte.