Müller: Am Telefon sind wir nun verbunden mit Nordrhein-Westfalens Innenminister Ingo Wolf (FDP). Guten Morgen!

Wolf: Guten Morgen, Herr Müller!

Müller: Herr Wolf, was haben Sie gestern alles entscheiden müssen?

Wolf: Ja, wir haben zunächst einmal mit hoher Zufriedenheit zur Kenntnis genommen, dass die Attentate ja letztendlich verhindert worden sind. Das ist eine gute Arbeit der Polizei und der Sicherheitsdienste gewesen. Wir haben natürlich dann in Nordrhein-Westfalen, genauso wie im ganzen Bundesgebiet, auch Sicherheitsvorkehrungen verschärft, wobei die Zuständigkeit für die Flughäfen ja bei der Bundespolizei liegt. Aber ich denke die Wachsamkeit der Kolleginnen und Kollegen ist sofort wieder angeschärft worden. Wir wissen seit vielen Jahren, dass abstrakt Gefährdungen natürlich auch in Deutschland bestehen, glücklicherweise gibt es aber bisher konkrete Anlässe für eine Einbeziehung auch von Nordrhein-Westfalen und Deutschland nicht.

Müller: Das hört sich fast so an, Herr Wolf, dass ein Innenminister eines Bundeslandes gestern einen ganz normalen Alltag hatte.

Wolf: Na ja, ganz normal, wir haben natürlich immer eine ganze Reihe von aufregenden Nachrichten. Und das ist eine von höchster Brisanz, und da laufen natürlich schon die Drähte heiß. Es ist klar, dass auch Verbindungen zwischen den Ländern, dem Bund und den entsprechenden ausländischen Diensten aufgebaut werden, um so viel wie möglich an Informationen zu bekommen. Aber Sie selber haben ja gerade auch berichtet, dass es Details eben noch nicht gibt, dass man Ansätze hat, Ermittlungsansätze, und dass man das natürlich dann jetzt vertiefen muss.