Heuer: Die Urlauber stornieren ihre Rügen-Reisen. Dafür kommen die Politiker ins Vogelgrippe-Krisengebiet. Am Wochenende folgte Angela Merkel Horst Seehofer. Die Bundeskanzlerin sagte, die Lage sei ernst.

Recht hat sie, denn inzwischen hat das Virus das mecklenburg-vorpommersche Festland erreicht und den meisten erschiene es wohl wie ein Wunder, wenn H5N1 nicht bald auch in anderen Teilen Deutschlands entdeckt würde. Gleichzeitig wird mit harten Bandagen gegen die Ausbreitung der Vogelgrippe gekämpft. Gesunde Tiere werden, wie es heißt, vorsorglich getötet und die Bundeswehr ist auch im Einsatz.

Wir sprechen jetzt mit dem Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes. Guten Morgen Helmut Born!

Born: Guten Morgen Frau Heuer.

Heuer: Herr Born, ist die vorsorgliche Keulung gesunder Bestände eine sinnvolle Maßnahme, oder wird da - Entschuldigung! - mit Kanonen auf Hühner geschossen?

Born: Nein, das glaube ich nicht. Wir Landwirte sind natürlich in großer Sorge, dass es unsere Nutztierbestände betrifft, und wenn man vorsorglich um einen Ausbruchsherd herum Bestände, Nutztierbestände tötet, dann gibt es dafür einen Grund. Das haben Sie ja eben in der Anmoderation auch erläutert.

Heuer: Wenn die Vogelgrippe nun in weiteren Bundesländern auftaucht, müssen auch da wirklich vorsorglich die Bestände getötet werden? Das ist eine Maßnahme, die für die ganze Bundesrepublik Sinn macht?